Windows 10 MUI Installation – 2

Teil 2 der Serie befasst sich mit den alten Methoden und wieso diese nicht mehr eingesetzt werden sollten.

Der moderne Weg heißt natürlich PowerShell. Mittels PowerShell kann heutzutage fast alles eingestellt und automatisiert werden.
Aber wieso muss die Sprache überhaupt anders eingestellt werden als bei Windows 7?

Der klassische Weg heißt bei vielen DISM und/oder intl.cpl.

Fangen wir mit dem letzteren Befehl an.

Mit intl.cpl konnte man recht einfach über .XML Dateien die aktuelle Computer Sprache konfigurieren. Wieso sollte man dies nicht mehr nutzen?
Der Grund ist recht banal. Microsoft hat den Support für intl.cpl bei Windows 10 eingestellt https://docs.microsoft.com/en-us/windows-hardware/manufacture/desktop/configure-international-settings-in-windows. In diesem Artikel steht zwar nur, dass es nicht alle neuen Funktionen mit intl.cpl funktionieren, aber ich der Microsoft Support hat hier eine klare Meinung – es wird keinen Support für intl.cpl mit Windows 10 geben.

Deswegen ist dringend zu empfehlen die Einstellungen nicht mehr über intl.cpl zu setzen.

DISM ist der weitere klassische Weg.
Darüber kann im Offline Modus des Betriebssystems eine oder mehrere weitere Sprachen hinzugefügt werden. Darüber hinaus kann DISM diese Sprachen auch als Default setzten.

Eine aktivierung der Sprache könnte zum Beispiel so aussehen (bei Base Image in einer anderen Sprache als Deutsch):

dism /Image:C:\ /Set-UILang:de-de
dism /Image:C:\ /Set-UILangFallback:en-us
dism /Image:C:\ /Set-Syslocale:de-de
dism /Image:C:\ /Set-UserLocale:de-de
dism /Image:C:\ /Set-InputLocale:de-de
dism /Image:C:\ /Set-TimeZone:"W. Europe Standard Time" 

Die genauen Informationen über die Codes sind hier zu finden:

Table of Geographical Locations
https://msdn.microsoft.com/en-us/library/windows/desktop/dd374073(v=vs.85).aspx

Microsoft Locale ID Values:
https://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms912047(v=winembedded.10).aspx

Timezones:
https://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms912391(v=winembedded.11).aspx

Language Pack Default Values:
https://technet.microsoft.com/en-us/library/dd799301(v=ws.10).aspx

DISM:
https://technet.microsoft.com/en-us/library/dd744360(v=ws.10).aspx

Das Problem bei dieser Variante ist, dass das Windows 10 Servicing nicht mehr richtig funktioniert. Heißt, dass das Betriebssystem nicht mehr als z.B. en-US Image erkannt wird sondern in dem oben genannten Beispiel dann ein deutsches Images wird. Dadurch können wir das OS nicht mehr mit einem en-US Image upgraden, sondern müssen dies mit einem deutschen Image tun. Das gleiche Verhalten ist bei normalen Updates zu beobachten. Die Systeme fordern nun kein englisches Feature Update an, sondern ein deutsches. In einem international agierenden Unternehmen ist dies ein enormer Aufwand. Nicht nur die Language Packs müssen vorgehalten werden, sondern auch (je nach Variante) alle Images in den eingesetzten Sprachen bzw. die Updates auch für andere Sprachen freigegeben werden.

Damit das System dynamischer läuft und nur noch ein Update / ISO vorgehalten werden muss gibt es eine weitere Variante.

Die weiteren Artikel aus der Serie:
Windows 10 MUI Installation – 1
Windows 10 MUI Installation – 2
Windows 10 MUI Installation – 3

Posted in Windows 10.

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